Wovon ich träume

Ich träume von einer Welt, in der Menschen sich grüßen. 

In der jeder und jede einen Namen haben.

Und du bei diesem Namen genannt wirst.

 

Jeden Tag.

 

Ich träume von einer Welt, in der uns das Glück anderer glücklich macht.

In der ein Atemzug vor einem Urteil liegt.

In der mir jemand lächelt aufhilft, wenn ich scheitere.

In der der einzige Perfektionismus darin besteht, vollkommen unvollkommen zu sein.

 

Ich träume von einer Welt, in der „Anderssein” ein Grund zur Freude ist und kein Ziel von ängstlichem Hass. 

In der niemand sich dafür rechtfertigen muss, wie sie lebt, und wen er liebt. 

In der du annehmen kannst, dass du ein Segen bist.

 

Ich träume von einer Welt, in der kein Lebewesen getreten und geschlagen wird. 

In der Menschen ihre eigenen Risse nicht damit füllen, andere zu zerreißen.

In der die, die viel haben, entdecken, wie leicht sie das Leben vieler Menschen heller machen könnten.

Und es auch tun.

 

Ich träume davon, dass der Herzschlag der Welt Liebe durch unsere Adern pumpt.

Ich träume davon, dass der Atem der Welt Begeisterung auf unsere Gesichter weht.

Ich träume davon, dass das Denken der Welt die Gedanken aller Menschen in Mut eintaucht. 

Ich träume davon, dass sich die Verspannung der Welt löst und wir weich werden.

 

Davon träume ich. 

 

Naiv? Vielleicht.

 

Träum weiter? Gern. 

 

Denn wo wären wir ohne Träume von einer besseren Welt?

 

Wer träumt, weiß:

Dass am Ende 

Lieben.

Und Lachen.

Und Leben. 

Stärker sind

als aller Hass.

Immer.